Sparkasse Südholstein macht ihr Filialnetz fit für die Zukunft

Sparkasse Südholstein macht ihr Filialnetz fit für die Zukunft

 

  • Schaffung von Kompetenzzentren und Flagship-Filialen
  • Schließung kleiner, nicht zukunftsfähiger Standorte
  • Neues Angebot: „Roter Schreibtisch“ für die Beratung vor Ort
  • Wechsel dreier Standorte für die Mobile Filiale
  • Investition in Beratungsqualität sowie in digitale Services

 

Die Ansprüche an eine moderne Sparkasse haben sich in den letzten Jahren gravierend gewandelt: Immer mehr Menschen erwarten schnelle digitale Services per Internet und Handy-App, damit sie ihre Bankgeschäfte jederzeit und ortsunabhängig selbst erledigen können. Gleichzeitig steigen bei komplexeren Finanzthemen die Anforderungen der Kunden an die ausführliche, persönliche Beratung. Dementsprechend verändern sich die Kundenanforderungen an die Beratung vor Ort und verlagern sich zunehmend von einfachen hin zu anspruchsvolleren Services.

Die kommunalen Gremien der Sparkasse Südholstein – der Verwaltungsrat und die Zweckverbandsversammlung – haben sich intensiv mit dieser Entwicklung auseinandergesetzt und den neuen Vorstand in ihren jüngsten Sitzungen damit beauftragt, das Angebot und die Aufstellung der Sparkasse in Bezug auf die Präsenz vor Ort sowie digital zu prüfen und zukunftsfähig aufzustellen. Dazu gehört ein umfassendes Maßnahmenprogramm:

Die Sparkasse Südholstein möchte auch künftig Qualitätsführer in der Beratung und erster Ansprechpartner für ihre Kunden in allen zentralen Finanzfragen sein. Deshalb wird sie ihr Filialnetz in den kommenden Jahren neu ausrichten und unterschiedliche Filialtypen einführen. So werden Kompetenzzentren mit spezialisierten Beratern zum Beispiel für Fragen zu Geldanlage oder Vorsorge geschaffen, in denen Kunden persönlich und vor Ort passgenaue Lösungen erhalten. Außerdem werden in größeren Städten attraktive Flagship-Filialen gestaltet, die alle Kompetenzen und Leistungen sowohl für Privat- als auch Firmenkunden unter einem Dach bündeln.

Dieser umfassende Neuansatz geht mit einer Reduzierung des Filialnetzes um kleine, nicht mehr zukunftsfähige Standorte einher. Insgesamt neun Filialen werden geschlossen: die beiden Filialen in Neumünster-Tungendorf und -Wittorf, im Kreis Segeberg die Filialen Boostedt, Leezen, Ellerau und Norderstedt-Glashütte sowie im Kreis Pinneberg die Filialen Pinneberg-Quellental, Kölln-Reisiek und Schenefeld.

Während die meisten Filialen zum Ende des Jahres 2026 geschlossen werden, steht der genaue Termin für die Filiale in Schenefeld noch nicht fest. Die Sparkasse sucht aktuell vor Ort nach einem möglichen SB-Standort, der im Idealfall parallel zur Schließung der Filiale eröffnet werden kann – spätestens 2027.

In Boostedt, Leezen und Neumünster-Tungendorf soll ab 2027 einmal wöchentlich die Mobile Filiale der Sparkasse mit Geldautomat und Kontoauszugdrucker halten. Die drei bisherigen Haltestellen in Holm, Ellerbek und Hartenholm entfallen aufgrund der dort geringen Nachfrage nach diesen Service-Leistungen.

„In diesen zunehmend digitalen Zeiten wird Kundennähe neu definiert. Sie ist nicht mehr allein abhängig vom Standort eines Gebäudes. Wir verändern uns, weil sich das Verhalten und die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden verändern. Durch ihre Nachfrage zeigen sie uns, wie sie sich ihre Bankgeschäfte in der Zukunft vorstellen und welche Leistungen sie von ihrem Finanzpartner erwarten. In diese Richtung entwickeln wir uns weiter. Wir müssen dort sein, wo unsere Kunden sind, um weiterhin am Markt erfolgreich zu sein und unseren öffentlichen Auftrag zum Wohle der Region leistungsstark zu erfüllen“, erklärt Martin Deertz, ab 1. Juli Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Südholstein.

Diesem Prinzip folgt auch ein neues Angebot der Sparkasse an Kommunen ohne eigene Filiale sowie Einrichtungen wie z.B. Nachbarschaftszentren oder Seniorenanlagen. „Wir beraten direkt bei ihnen vor Ort, wenn sie uns einen passenden Standort für einen Sparkassentisch bereitstellen. Nach Terminvereinbarung ist an diesem ‚roten Schreibtisch‘ dann die gleiche persönliche Kundenberatung möglich wie in einer Filiale. Wir freuen uns, wenn wir hierfür neue Kooperationspartner gewinnen, bei denen wir zu Gast sein können, um dort zu Banking, Konten, Krediten und Geldanlage zu beraten. Auf diese Weise erhöhen wir unsere Präsenz im Geschäftsgebiet – flexibel, unabhängig von Filialgebäuden und genau dort, wo unsere Kunden uns brauchen“, erklärt Martin Deertz.

Das Netz der SB-Standorte mit Geldautomaten und Kontoauszugsdruckern bleibt in vollem Umfang bestehen. Ergänzt wird die Bargeldversorgung in der Fläche von dem Angebot z.B. von Supermärkten, beim Bezahlen auch gleich Bargeld mit abzuheben. Auch dieser Service wird von den Menschen zunehmend genutzt, da sie ihren Bargeldbedarf ganz einfach zeitsparend erledigen können, wenn sie ohnehin einkaufen. Darüber hinaus bietet die Sparkasse bei Bedarf einen Bargeldservice für die Lieferung nach Hause an.

Parallel investiert die Sparkasse gezielt in digitale Services. Ihre Internetfiliale baut sie zu einer modernen Vertriebsplattform aus, über die die Kunden zahlreiche Services erledigen und Produkte online abschließen können. Die Sparkassen-App gehört bereits seit Jahren zu den besten und beliebtesten Banking-Apps in Deutschland. Und auch der Video-Service, mit dem vor Ort auch außerhalb von Filial-Öffnungszeiten Anliegen persönlich mit Mitarbeitenden der Sparkasse geklärt werden können, wird ausgebaut. Darüber hinaus stehen die Mitarbeitenden der telefonischen Kundenbetreuung der Sparkasse für alle Anliegen ganz einfach per Anruf  zur Verfügung.

„Wir stellen unser Filialnetz zukunftsfähig auf, für unsere Kunden und unsere Region: Mit 17 personenbesetzten Filiale, in denen montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr beraten wird; mit 20 SB-Standorten und 7 Haltestellen der Mobilen Filiale für die Versorgung mit Bargeld und einfachen Services – also mit insgesamt 44 Standorten sowie den künftigen neuen Standorten des ‚roten Schreibtisches‘ für die Beratung vor Ort sind wir flächendeckend sehr präsent. Darüber hinaus stehen wir unseren Kundinnen und Kunden mit vielfältigen digitalen und telefonischen Services einfach und ortsunabhängig mit allen Finanzdienstleistungen zur Verfügung, die sie brauchen“, betont Yvonne Rosenberger, ab 1. Juli im Vorstand der Sparkasse.

„Wir bieten einen modernen Medien-Mix, in dem jeder Kunde selbst wählen kann, auf welchem Weg er mit uns Kontakt aufnehmen möchte. Wir sind erreichbar – digital, telefonisch, persönlich, verlässlich. Unser größtes Qualitätsmerkmal ist und bleibt die ganzheitliche Beratung in allen Fragen der finanziellen Lebens- und Unternehmensplanung – für Wohlstand, Wachstum und Lebensqualität hier bei uns in der Region. Das ist es, was die Sparkasse Südholstein ausmacht.“